Internationale Solidarität mit den Streiks im Iran

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Mehr als 80 internationale Gewerkschaften und Arbeitnehmerverbände haben in einer gemeinsamen Erklärung ihre Solidarität und Unterstützung für den Arbeiterstreik im Iran zum Ausdruck gebracht:

Der Iran ist von der Covid-19-Pandemie besonders betroffen. Einer der Vertreter der Sozialistischen Solidarität mit den Arbeitnehmern im Iran in Frankreich erläuterte die katastrophale Situation: „Die Krankenhäuser sind überfüllt und es mangelt an Ressourcen; die Bevölkerung in prekärer Lage ist ohne Einkommen; die Entwicklung von Covid-19 ist erschreckend. Im Iran ist das Gesundheitssystem besonders bedroht. Aufgrund von interner Korruption und durch Spekulationen haben Millionen von Menschen, die bereits unter den wirtschaftlichen Nöten leiden, ihre Arbeit verloren, und das ohne jedes Einkommen. Die zunehmende Arbeitslosigkeit und der drastische Anstieg der Inflation gehen Hand in Hand mit dieser Covid-19-Krise. Der wirtschaftliche Druck, wie auch das Fortschreiten der Krankheit erdrücken die Bevölkerung“.

Am 15. Juli sagte Amnesty International: „Die Anwendung der Todesstrafe gegen Demonstranten, Dissidenten und Angehörige von Minderheitengruppen im Iran hat alarmierende Ausmaße angenommen“. Im Juli wurde das Todesurteil von insgesamt acht Demonstranten vom Obersten Gerichtshof bestätigt, darunter drei Männer – Amir Hossein Moradi, Mohammad Rajabi und Saied Tamjidi – deren ursprüngliches Urteil zu Empörung in den sozialen Medien führte wodurch eine zeitweilige Verschiebung ihrer Hinrichtungen erzwungen wurde. In diesem Zusammenhang und

angesichts der immer heftigeren Unterdrückung durch das herrschende Regime setzen die iranischen Arbeiter ihre Kämpfe fort. Die Zahl der Streiks und Proteste nimmt zu. Die Arbeiter der Zuckerrohrmühle Haft Tapeh in Ahvaz streiken seit mehr als 50 Tagen; es ist der längste Streik in ihrer Geschichte, der jedoch von viel Widerstand und sozialen Kämpfen geprägt ist. Sie streiken aus Protest gegen die seit mehr als drei Monaten nicht gezahlten Löhne, die schlechten Arbeitsbedingungen und die mangelnde Reaktion der staatlichen Behörden. Vor einigen Tagen traten Tausende von Arbeitern aus mehreren großen Sektoren der Erdöl- und petrochemischen Industrie koordiniert in den Streik. Ende letzter Woche organisierten die Lehrer eine Demonstration vor der islamischen Volksversammlung, um die soziale Ungerechtigkeit anzuprangern. Das Mitglied des „Internationalen Arbeitsnetzwerks für Solidarität und Kampf“ bekräftigte seine Unterstützung und Solidarität mit den Arbeitern im Iran. Internationale Solidarität ist unverzichtbar, lasst uns unsere Kämpfe auf der ganzen Welt vorantreiben!

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