Menschenrechtler alarmiert über Zustand von Nasrin Sotoudeh

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Nasrin Sotoudeh im Film „Taxi Teheran“ des iranischen Regisseurs Jafar Panahi aus dem Jahr 2015. (imago stock&people)

Der Gesundheitszustand der im Iran inhaftierten Rechtsanwältin und Sacharow-Preisträgerin Nasrin Sotoudeh hat sich nach Angaben von Menschenrechtlern dramatisch verschlechtert.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte teilte unter Berufung auf Nasrins Ehemann mit, die Frauenrechtlerin habe Herzprobleme und starke Schwierigkeiten beim Atmen. Außerdem habe sich herausgestellt, dass mindestens sechs der sie bewachenden Wärterinnen an Covid-19 erkrankt seien. Nasrins Sotoudehs Leben sei in akuter Gefahr.

Sotoudeh war aus Protest gegen unmenschliche Haftbedingungen fast 50 Tage im Hungerstreik. Sie wurde Mitte September auf die Intensivstation eines iranischen Krankenhauses eingeliefert. Den Angaben zufolge wurde sie nach fünf Tagen ohne medizinische Behandlung zurück ins Teheraner Evin-Gefängnis gebracht worden.

Die 56-Jährige wurde 2019 unter anderem wegen – Zitat – sündhaftem Auftreten in der Öffentlichkeit ohne Kopftuch zu 33 Jahren Gefängnis und 148 Peitschenhieben verurteilt. Sotoudeh hatte als Anwältin Frauen verteidigt, die sich gegen Verschleierung wehrten.

Diese Nachricht wurde am 15.10.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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